Inhaltsverzeichnis:
- Neue Fläche an der Treibstraße
- CDU und Grüne uneins über Standort
- Nachtcafé am Schwanenwall 42
- Hilfsangebote für die Dortmunder Drogenszene
Neue Fläche an der Treibstraße
Direkt am Hauptbahnhof Dortmund entsteht ab September eine 300 Quadratmeter große Fläche für Obdachlose. Dort sollen zehn Container aufgestellt werden. Sie bieten Platz für bis zu 30 Menschen. Ein Teil wird als Materiallager und für den Sicherheitsdienst genutzt.
Die Stadt will damit das Campieren in der Öffentlichkeit reduzieren. Besonders am Vorplatz des Bahnhofs hatten Obdachlose in der Vergangenheit übernachtet. Passanten und Sicherheitskräfte meldeten dort immer wieder Probleme.
Zur Sicherheit wird das Areal eingezäunt, beleuchtet und durch einen Wachdienst überwacht. Alkohol ist auf der Fläche erlaubt. Zudem sind Streetworker und der Kommunale Ordnungsdienst eingebunden, um die Lage zu begleiten.
CDU und Grüne uneins über Standort
Der Standort an der Treibstraße sorgt für politische Diskussionen. Die CDU befürwortet dort zusätzlich eine weitere Drogenabgabestelle. Die Grünen lehnen das ab. Ihr Argument ist die Nähe zur Nordstadt, wo es bereits seit Jahren Drogenprobleme gibt.
Damit bleibt die Zukunft des Areals umstritten. Die Diskussionen betreffen nicht nur den Ausbau von Hilfsangeboten, sondern auch den Umgang mit Sicherheit und öffentlicher Ordnung.
Nachtcafé am Schwanenwall 42
Bereits seit dem 20. August ist ein neues Nachtcafé in Dortmund geöffnet. Es liegt am Schwanenwall 42, rund 15 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Das Angebot richtet sich an obdachlose Drogenabhängige.
Im Café gibt es nachts Schutz, kostenlose Mahlzeiten, Getränke und Hygieneangebote. Bis zu 30 Personen können dort betreut werden. Drogenkonsum ist verboten, eine Raucherkabine für Tabak steht jedoch bereit.
Hilfsangebote für die Dortmunder Drogenszene
Das Nachtcafé ergänzt bestehende Einrichtungen in Dortmund. Es soll eine Lücke zwischen Drogenhilfe, Suchtberatung und Wohnungslosenhilfe schließen.
Öffnungszeiten sind derzeit noch eingeschränkt. Von 22 bis 6 Uhr ist das Café an ausgewählten Tagen offen. Ziel der Träger ist eine tägliche Öffnung, sobald mehr Personal verfügbar ist.
- Neue Fläche an der Treibstraße mit 10 Containern für 30 Personen
- Sicherheitsdienst, Beleuchtung und Zaun am Standort
- Politische Debatte über mögliche Drogenabgabestelle
- Nachtcafé am Schwanenwall für bis zu 30 Betroffene
- Angebot mit Schutz, Verpflegung und Hygiene, aber ohne Drogenkonsum
Mit beiden Maßnahmen will Dortmund mehr Struktur in die Situation am Hauptbahnhof und in der Innenstadt bringen.
Quelle: RUHR24, webrivaig.com/de