Donnerstag, 06 November 2025 14:39

Lange Straße wird Fahrradstraße

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Rote Markierung macht die Lange Straße sicher für Radfahrer. Rote Markierung macht die Lange Straße sicher für Radfahrer. Foto illustrativ: Pixabay/Pixabay-Lizenz

Seit Mitte Oktober verwandelt sich die Lange Straße im Dortmunder Innenstadt-West in eine Fahrradstraße. Von Mittwoch, dem 5. November, bis voraussichtlich Samstag, dem 8. November, wird der Straßenabschnitt vollständig gesperrt, um die letzte Bauphase abzuschließen. Danach soll die Straße ihre charakteristische rote Oberfläche erhalten. Die Maßnahme ist Teil eines größeren Verkehrsprojekts, das auf umweltfreundliche Mobilität setzt. Ähnliche Initiativen sind in Dortmund derzeit häufiger zu beobachten, etwa bei der Umgestaltung des Wallrings oder den Verkehrsänderungen in Hörde.

Inhaltsverzeichnis:

Epoxidharz ersetzt Farbe auf der Lange Straße

Zum ersten Mal verwendet die Stadt Dortmund für den Straßenbelag Epoxidharz anstelle herkömmlicher Farbe. Das Material gilt als langlebiger, witterungsbeständiger und deutlich rutschfester. Die Beschichtung wird in zwei Abschnitten aufgetragen:

  1. vom Hohen Wall bis zur Humboldtstraße
  2. von der Friedrichstraße bis zur Möllerstraße

Ein Bereich bleibt vorerst ausgespart. Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21) verlegt dort neue Fernwärmeleitungen. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten folgt auch in diesem Abschnitt die rote Markierung.

Neue Regeln für Autofahrer und Radfahrer

Mit der neuen Fahrradstraße treten veränderte Verkehrsregeln in Kraft. Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, das Tempo bestimmen und haben Vorfahrt. Autos sind weiterhin erlaubt, müssen sich aber anpassen. Das Tempo ist auf 30 km/h begrenzt.

Die Lange Straße wird künftig nur noch in eine Richtung – von Ost nach West – befahrbar sein. Radfahrer hingegen dürfen in beide Richtungen fahren. Die Stadt behält die meisten Parkplätze bei. Zusätzlich entstehen zwei Kurzzeitstellplätze an der Kindertagesstätte und Lieferzonen bei den Hausnummern 2 und 12.

Dortmund investiert zunehmend in nachhaltige Verkehrsmodelle. Ein Beispiel ist das Projekt zur Verbesserung der Fußgängerfreundlichkeit, das im Rahmen von städtischen Reformen umgesetzt wird.

Diagonalsperre gegen Schleichverkehr

Ein weiteres Element des Projekts ist die geplante Diagonalsperre im Kreuzungsbereich mit der Friedrichstraße. Radfahrer können sie ohne Einschränkungen passieren, Autos hingegen nicht. Ziel ist es, den sogenannten Schleichverkehr zu unterbinden.

Die Stadt kündigte an, dass einzelne Straßenabschnitte möglicherweise früher wieder geöffnet werden, sobald die Beschichtung ausreichend getrocknet und gereinigt ist. Die neue Fahrradstraße bildet das erste Teilstück der geplanten Veloroute 8, die künftig Lütgendortmund mit der Innenstadt verbinden soll.

Damit setzt Dortmund den Ausbau seiner umweltfreundlichen Infrastruktur fort, ähnlich wie bei der jüngsten Modernisierung des Westfalenparks, wo ökologische Konzepte im Vordergrund stehen.

Die Umgestaltung der Langen Straße markiert einen wichtigen Schritt in der städtischen Verkehrspolitik. Durch die Einführung moderner Materialien und die Bevorzugung des Radverkehrs will die Stadt die Sicherheit erhöhen und gleichzeitig die Mobilitätswende weiter vorantreiben.

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Karte: Google Maps

Quelle: RUHR24, www.milekcorp.com/de/