Inhaltsverzeichnis:
- Hartware MedienKunstVerein und Akademie für Theater und Digitalität
- Lex Rütten und das Spiel „The Darkest Files“
- Digitale Bühne und Theaterproduktion aus London
- Acht Orte und zahlreiche Partner in Dortmund
Hartware MedienKunstVerein und Akademie für Theater und Digitalität
Der Hartware MedienKunstVerein (HMKV) und die Akademie für Theater und Digitalität gehören zu den tragenden Säulen der Medienkunst in Dortmund. Beide Institutionen prägen seit Jahren die lokale Kulturlandschaft. Das Festival „Next Level“ knüpft daran an. Es bringt internationale Kunstschaffende, Studierende und Technikexpertinnen zusammen. Dortmund positioniert sich damit als einer der wichtigsten Standorte für Medienkunst in Deutschland.
Die enge Verbindung zwischen Kunst und Technik prägt die Veranstaltung. Besucher können nicht nur erleben, sondern auch aktiv teilnehmen. Auf einem interaktiven Parcours werden etwa 20 Arthouse-Spiele vorgestellt. Sie stammen aus Projekten, die in enger Zusammenarbeit mit Künstlern und Hochschulen entwickelt wurden.
Lex Rütten und das Spiel „The Darkest Files“
Kurator Lex Rütten betont die gesellschaftliche Bedeutung von Computerspielen. Er erklärt: „Computerspiele ermöglichen uns eine interaktive Kunsterfahrung.“ Viele Spiele gehen über reines Entertainment hinaus. Sie behandeln komplexe Themen und fordern zum Nachdenken auf.
Ein Beispiel ist das mehrfach ausgezeichnete Werk „The Darkest Files“. Es spielt in den 1950er-Jahren und versetzt die Spielenden in die Rolle einer Staatsanwältin, die NS-Täter ermittelt. Das Spiel macht Geschichte erlebbar und öffnet neue Perspektiven auf die Vergangenheit. Diese Verbindung von Bildung, Emotion und Interaktivität steht im Mittelpunkt des Festivals.
Weitere Informationen zu kreativen Veranstaltungen in der Stadt finden sich im Beitrag über die neue Kunst- und Erlebniswelt in Dortmund, die ebenfalls auf digitale Innovationen setzt.
Digitale Bühne und Theaterproduktion aus London
Ein Highlight bildet die Eröffnungsproduktion „Waluigi’s Purgatory“, die in London entstand und in Dortmund Deutschlandpremiere feiert. Sie verbindet Schauspiel, Musik, Gaming und Interaktion. Das Publikum steuert Teile der Handlung über eigene Smartphones. Erzählt wird die Geschichte einer künstlichen Intelligenz, die sich in einem Fegefeuer wiederfindet.
Diese Aufführung untersucht die Beziehung zwischen Mensch und Maschine auf künstlerische Weise. Das Stück kombiniert digitale Performance mit klassischem Theater und verdeutlicht, wie fließend die Grenzen zwischen Realität und Virtualität geworden sind.
Auch andere Dortmunder Kulturstätten öffnen ihre Türen für Kunst und digitale Projekte. Das Künstlerhaus Dortmund verwandelt sich während des Festivals in ein Labor der digitalen Künste. Studierende der Folkwang Universität der Künste zeigen dort interaktive Arbeiten.
Acht Orte und zahlreiche Partner in Dortmund
Das Festival findet an acht Standorten statt, darunter das Dortmunder U und das Schauspiel Dortmund. Jeder Ort bietet eigene Schwerpunkte – von Medieninstallationen über Gaming-Workshops bis zu Live-Performances. Tagestickets kosten 10 Euro, ein Kombiticket für alle Tage 24 Euro.
Im Mittelpunkt steht die Förderung der Medienkunst und ihrer Wahrnehmung. Veranstalter und Partner wollen neue Zielgruppen erreichen und die Bedeutung von interaktiven Formaten hervorheben.
Wer sich vorab über kulturelle Highlights informieren möchte, kann einen Blick auf das Lichter- und Farbenspektakel im Westfalenpark werfen oder sich über den Weihnachtsmarkt im Revierpark informieren – beide Veranstaltungen zeigen ebenfalls, wie vielfältig das kulturelle Angebot Dortmunds ist.
Das „Next Level Festival“ zeigt, dass Medienkunst und Technologie keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam neue Formen von Kreativität ermöglichen. Dortmund beweist erneut, dass die Stadt weit mehr als ein Industriestandort ist – sie ist ein Ort, an dem digitale Kunst Zukunft gestaltet.
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Quelle: Westfälische Rundschau, www.milekcorp.com/de/