Inhaltsverzeichnis:
- Dauergrün an der Oesterstraße neben Gesamtschule Brackel
- Wärmebildkameras an der Weingartenschule
- SmartCity-Förderung durch den Bund
- Neue Standards für Mobilität und Sicherheit
Dauergrün an der Oesterstraße neben Gesamtschule Brackel
Die Stadt Dortmund testet eine Fußgängerampel, die dauerhaft Grün zeigt und nur bei herannahenden Autos auf Rot schaltet. Der Standort ist gezielt gewählt: Direkt an der Oesterstraße befinden sich die Gesamtschule Brackel, eine Kita und das Hallenbad Brackel.
Der manuelle Knopfdruck entfällt vollständig. Die Fußgänger sehen standardmäßig ein Grünlicht. Fahrzeuge werden durch Wärme- oder Videokameras erfasst. Nur bei tatsächlichem Bedarf erfolgt eine Umschaltung für Autos. Die Barrierefreiheit bleibt erhalten. Sehbehinderte Menschen können weiterhin akustische Signale über vorhandene Taster nutzen.
Wärmebildkameras an der Weingartenschule
Ein zweites Pilotprojekt läuft an der Weingartenschule. Hier erkennt eine Kamera mit Wärmebildtechnik automatisch, wenn sich Fußgängergruppen nähern. Dabei wird künstliche Intelligenz genutzt, um Bewegungsmuster zu erfassen. Besonders Schulklassen profitieren von dieser Lösung.
Die Anlage reagiert dynamisch. Wird die Straße während des Ampelwechsels betreten, verlängert das System automatisch die Grünphase. Dadurch steigt das Sicherheitsgefühl und riskantes Verhalten wird reduziert. Gleichzeitig wird die Fläche vor der Ampel entlastet, besonders bei schmalen Gehwegen.
SmartCity-Förderung durch den Bund
Das Projekt ist Teil der bundesweiten SmartCity-Förderung. Aktuell unterstützt der Bund 73 Modellprojekte mit insgesamt 820 Millionen Euro. Ziel ist es, innovative digitale Lösungen zu testen und für alle 11.000 Kommunen nutzbar zu machen.
Diese Lösungen betreffen verschiedene Bereiche:
- Verkehrssicherheit erhöhen
- Klimaanpassung vorantreiben
- Innenstädte attraktiver gestalten
- Barrierefreiheit verbessern
Ein zentraler Punkt ist der Einsatz offener Softwarelösungen. So bleiben Städte unabhängig von einzelnen Anbietern.
Neue Standards für Mobilität und Sicherheit
Beide Ampelprojekte in Dortmund starten noch im laufenden Jahr. Sie sollen langfristig zu mehr Verkehrssicherheit und Inklusion beitragen. Gleichzeitig verfolgt die Stadt das Ziel moderner, digital gesteuerter Mobilität.
Ob sich die neuen Systeme bewähren, wird der Alltag zeigen. Sollte das Konzept funktionieren, könnte das tägliche Warten an roten Ampeln bald Geschichte sein – zumindest für Fußgänger in Dortmund.
Quelle: RUHR24, www.sn2world.com/de